Umschlagverfahren nicht mehr zulässig

Versichertenbezogene Daten dürfen ab 01.01.2017 nicht mehr an die Krankenkassen, sondern nur noch direkt an den MDK gesendet werden. Dies gilt auch für die Leistungserbringer der häuslichen Krankenpflege. Die gesetzliche Änderung geht auf eine Kritik des Bundesdatenschutzbeauftragten zurück, die nicht nur die Ärzte betrifft, sondern ganz grundsätzlich das Verfahren betrifft.

Der neue § 276 abs. 2 S.2 SGB V lautet:

"Haben die Krankenkassen oder der Medizinische Dienst für eine gutachtliche Stellungnahme oder Prüfung nach § 275 Absatz 1 bis 3 erforderliche versichertenbezogene Daten bei den Leistungserbringern angefordert, so sind die Leistungserbringer verpflichtet, diese Daten unmittelbar an den Medizinischen Dienst zu übermitteln."

RSS abonieren Drucken Per Email empfehlen